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Designfrage

Es wird Herbst.

Es wird Herbst und dieses Wochende wird Asche verstreut.

Ich habe Angst.

Ich habe Angst davor, die Telefonseelsorge anzurufen.
14.8.06 23:50


Vet inte vidare

Ich wiederbelebe eine Leiche, eigentlich hatte dieser Blog seinen Tod nicht verdient.

Für Englisches, konsultiert bitte _das Auswärtige Amt_ .

Gestern habe ich fast 5 Stunden Geige geübt.
Vorgestern habe ich fast 5 Stunden Geige geübt.

Heute kann ich nicht.

Nein, die Etüde ist nicht schwer, eigentlich.
Ich bin schwer, wie ein 20-Tonner und kann weder Geige noch meinen eigen Arm halten, geschweige denn führen.

Ich bin nur aufgestanden um zu geigen, nachdem ich heute alleine bleiben sollte, hatte nicht einmal den Nerv, in Alltagskleidung zu schlüpfen. Und jetzt?
Jetzt geht nichts mehr.
Ich kann einfach nicht.

Heute habe ich etwas erkannt.
Es ist mein Fehler.
Es ist mein Fehler, dass ich nicht so gut bin, wie ich gerne wäre.
Es obliegt meiner eigenen Verantwortung.
Meine Eltern mir zwar erst mit 15 die Chance gegeben, Geige zu spielen, aber üben, das muss ich selber.
Ich tat es zu selten und zu kurz, deshalb bin ich Schuld.
Niemand sonst.
Daran hätte auch ein früher Beginn nichts geändert.
So einfach ist das.

Weil ich nicht mehr kann, wünsche ich mich fort, weit weg, in einen Zustand hinein.
Liegen will ich. Dick eingepackt in weisse Decken und anonym sein. Jag vill ha en piga som hjälpar mig, ger mig mat och drick i lugn och ro.
Hier kann ich nicht liegen. Um mich herum sehe ich Schuld. Dankbarkeit aus der Schuld geworden ist, die ich nicht mehr gutmachen kann. Alles schreit mich an, wenn ich Platz fände würde ich mich im Bettkasten des Sofas verstecken.

In ein Krankenhaus will ich. Ruhe, weisse Bettwäsche, Wärme und Anonymität. Jemand, der sich kümmert ohne nachzufragen.

Ich bin zurück in 2001.
Ich bin die Gleiche, das Loch in meinem Kopf ist das Gleiche, aber das Loch, in dem mein Körper steckte ist weg.
Ich bin raus aus meinem alten Zimmer, raus aus der Grotte und lebe jetzt in einem hübsch möblierten Schlachthaus, så brukar jag att skämta.
Das Fenster so gross, dass ich jeden Abend ein Kinoprogramm für die Nachbarschaft biete, aber ich brauche das Lich am Tag.
Schön hier, wirklich. Und so adrett.
Trotzalledem, ich bin immernoch gleich.

Die Vorwürfe wiederholen sich unabhängig von den Sprechern immerwieder. Ich glaube sie, weil ich sie verstehe.
Es stimmt alles.

Es tut mir Leid, wie mir nichts mehr Leid tun könnte.

Was kann ich tun?
Wenn du mich aufgibst, fehlt es nur noch einer zuverlässigen Methode.

Die Fliegen sind schon gekommen um mich anzunagen.

14.8.06 18:57


Zweifel

Mein grosses Deutsch-Schwedisch Taschenw?rterbuch st?tzt meinen Laptop, damit die L?ftung Luft bekommt, w?hrend ich in meinem Bett liege und zweifle.

Nicht an so elementaren Fragen wie des Daseins des Menschen, sondern an einer so profanen Sache wie Politik.

Ich bin mir bewusst, dass das etwas ist, an dem man schwerlich nicht zweifeln kann, an dem nicht zu zweifeln ein grosser Fehler w?re, aber ich brauche eine Antwort.

Die Gr?nen in Schweden sind nicht nur prinzipiell f?r ein Nein bez?glich der EU-Verfassung, sie fordern auch, dass Schweden aus der EU austritt.

Und hier beginnt meine Suche.

EU - ja oder nein?

Viele Bequemlichkeiten sprechen daf?r, die Freiz?gigkeit zum Beispiel.
Was allerdings, wenn man als Nicht-EU-B?rger auf die Welt kommt und diesem Club nicht so leicht beitreten kann?
Gilt die Kritik der EU oder dem System, dass uns anhand unserer P?sse in zu bevorteilende oder abzuweisende Menschen unterteilt?
Aber wenn ich an den Vorm?rz denke, an die 1848er Revolution, war es nicht das, was sie sich so sehnlich w?nschten:
Einigkeit, keine Zerissenheit, keine Z?lle an jeder popeligen Landesgrenze, keine verschiedenen W?hrungen in einer Gemeinschaft?

Dann denke ich mir, dass gewisse Dienstleistungen innerhalb der EU einfacher und billiger sind, so z.B. der Postversand.

Doch halt! Einfacher?
Sprechen wir hier nicht auch von dem immensen europ?ischen B?rokratieapparat? Der alles festlegt und dabei realit?tsfremd handelt? Gute Beispiele daf?r ist die genormte Gurke.
Abstrus!

Gleichzeitig das Ideelle, der Gedanke "Europa" klingt einfach gut in meinen Ohren, ich will, dass die ganze Jugend dieses Kontinents, am besten der ganzen Welt mitmacht.
Kommt, wir bauen uns ein Europa!
Die vielen Kulturangebote, Jugendangebote, Bildungsangebote.
V?lkerverst?ndigung.

Und was, wenn die EU nichts mehr ist, als ein Verein, dazu gut, Wirtschaftsinteressen zu st?rken?

Die EU zerschlagen, um sie neu falsch zu machen?

Einfach ausserhalb der EU dahind?mpeln? Ich weiss nicht, welche Vorteile, welche Nachteile das bringt, ich weiss es einfach nicht.

Die EU zerschlagen, damit es diese Einrichtung nicht mehr gibt?
Damit wir in einer Revolution nach Einigkeit schreien oder unsere Grenzen in gegenseitiger Verachtung schliessen?

Was erwartet ihr, svenska gr?na?

Denn was ich will, das weiss ich einfach nicht. Alles, was man f?r so richtig hielt, kann im n?chsten Moment v?llig falsch sein. Alles was man wollte, kann einem im n?chsten Moment volkommen in Frage stellen, wof?r man einstand. Alles kann sich pl?tzlich so verkehren, dass man nicht mehr weiss, was zu verantworten ist.

Dann zweifelt man nicht mehr an Politik.
Dann zweifelt man an sich selbst.


So ist das.

Zweifellos.


26.11.05 03:40


Svenska rättsuppfattning...

...oder: Die spinnen, die Schweden.

Nur die Kleinigkeiten, die erw?hnenswert sind:


Einem Mann, der 4-j?hrige Tochter seiner Partnerin nachts missbraucht hat, wird die Strafe von vier auf zwei Jahre gesenkt und das M?dchen erh?lt weniger Schmerzensgeld.

Begr?ndung: Das M?dchen hat w?hrenddessen geschlafen und nicht so viel mitgekriegt.



Strafminderung und weniger Schadensersatz auch f?r einen Mann, der ein 14 Jahre altes M?dchen vergewaltigt hat.

Begr?ndung: Das M?dchen ist noch so jung und wird deshalb nicht die selben Sch?den davon tragen, wie eine Erwachsene das tun w?rde.


Aufregung und Unverst?ndnis im Hause Odelius.

Was f?r eine Rechtsauffassung ist das?


24.11.05 17:58


Schnee und so.

Vor dem Schnee:

Dunkel, trist, depressing, traurig

W?hrend des Schnees:

Lustig, erfrischend, leuchtend, erlebnisreich

Nach dem Schnee:

M?rk, m?de, tr?tt.


Ansonsten generell recht leer und unlustig, mit schlechtem Gewissen und Orientierungslosigkeit.


Kleine, Kugelige Flocken Fallen Tief.

Die kommen aber aus meinen Haaren.




Man kann nicht immer in Gl?cksseligkeit schweben.
Besonders wenn man kaum Sonnenlicht sieht.
24.11.05 17:01


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